Bei den Recherchen über alte Bahnhöfe und -Strecken kamen im Internet derart viel Informationen zusammen, wo es schier unmöglich war noch den Überblick zu behalten. Zum einen war es nach längeren Recherche-Sitzungen meist nicht mehr möglich den Weg zu den entsprechenden Informationen nachzuvollziehen. Zum anderen viel es häufig schwer das gefunden in die heutige Zeit hineinzudenken, da sich Ortschaften ja weiterentwickelt haben und veränderte Landschaften und Straßen es oft nicht mehr ermöglichten in den Relationen der Entstehung der meisten Bahnstrecken um die Jahrhundertwende 1800/1900 zu denken.

Somit sollte mit dem Vorhaben eine Visualisierung in den heute Verfügbaren GEO-Basierten Karten- und Satellitenansichten erfolgen, ohne jedoch den Anspruch zu erheben absolut genau zu sein. Vielmehr soll damit eine relative Vorstellungsmöglichkeit geschaffen werden, wo sich was befunden hat. Des weiteren sollten die im Netz verfügbaren Informationen aus dem Web auf den jeweiligen Punkt (Linksammlung) zusammengeführt werden.

die folgenden Schritte waren:

Der erste Step bestand darin, anhand von Abbildungen, Fotos usw. mühsam Vektorgrafiken mit Inkscape von den ehemaligen Berliner Kopfbahnhöfen zu erstellen. Diese wurden dann als png Datei exportiert. Danach wurden diese dann Geo-referenziert um sie als Overlay in Google Earth nutzen zu können. Als die Dateien dann zu groß wurden, mussten diese dann mit Maptiler in Einzelteile zerlegt werden um die Ladezeiten der Overlays zu verkürzen.

eine Entscheidung musste fallen:

Nach einigem Schwanken viel die Entscheidung auf die Google Umgebung, Da bis zu diesem Zeitpunkt der Weg nicht klar war, diese Zeichnungen in Open-Stret-Map einzubauen.

– Google Earth

Mit Google Earth wurden dann aus den Zeichnungen  Dateien erstellt, die dann im Downloadbereich zur Verfügung gestellt wurden. Google Earth bot zu diesem Zeitpunkt ein Plugin an, womit die erstellten Kartenansichten auf der Webseite eingebunden werden konnten. Somit war es möglich, das Besucher der bahnwege.de Site zumindest schon mal einen Eindruck gewinnen konnten.

Kurz vor der Beabsichtigten Veröffentlichung der Potsdamer, Anhalter und des Dresdener Bahnhöfe stand das Plugin von Google nicht mehr zur Nutzung zur Verfügung.

Somit war dann alles wieder auf Anfang.

– Google Maps

Auch hier wurde zunächst das Laden der  Dateien unterstützt. Es bestand ebenfalls die Möglichkeit eine Vorschau auf der Web-Site einzubinden. Somit hatten die Leser die Auswahlmöglichkeit vor welchem Hintergrund sie die erstellten Zeichnungen betrachten wollten.
Aber mit der Aktualisierung von Google Maps funktionierte das auch nicht mehr.

– OSM Open Street Maps

Ein Weg zum Import der  Dateien in Open Street Map wurde bis zu diesem Zeitpunkt nicht gefunden.

– Bing

Bing kam zunächst als Hintergrund Oberfläche nicht in Betracht. Wie bei Open Street Map erschlossen sich auch hier keine Importwege für die erstellten  Dateien. Weiterhin bestand der Eindruck, dass die Satellitenaufnahmen nicht mehr aktualisiert werden.

QGIS

Auf der Suche nach Alternativen wurde dann dieses doch sehr mächtige Programm entdeckt. Allerdings musste einige Zeit investiert werden um damit arbeiten zu können.

QGIS Desktop

Das QGIS Projekt stellt ein „freies Open-Source-Geographisches-Informationssystem“ zur Verfügung. Damit lassen sich mit einiger Übung Karten fast jeglicher Art erstellen und das bei freier Auswahl der Hintergrund Oberfläche. Anschließend können diese dann in alle Möglichen Formate exportiert werden. Mit dem Plugin QGIS2Web kann eine Web-Map erstellt werden, um die Karte zu veröffentlichen.

QGIS2Web

Bild links: Bahnstrecken auf Usedom

Mit dieser Erweiterung lassen sich die mit QGIS Desktop angefertigten Karten als Web-Map erstellen und können somit auch als solche veröffentlicht werden.

der Link die Web-Map auf: Web-Map bahnstrecken auf Usedom →

Diese Karte benutzt als Hintergrund OSM grau und bietet damit eine bessere Orientierung.
Bei den Bahnstrecken wurde versucht, die Werkbahn Peenemünde und die bis jetzt recherchierten Anlagen des Raketenversuchsgeländes darzustellen.
Gleichfalls wurde die nicht mehr existente frühere Bahnstrecke von Ducherow nach Swinemünde in die Darstellung einbezogen.

QGIS-Cloud

linkes Abb.: Ausschnitt aus der Projekt-karte Bahnstreckenübersicht

Mit dieser Erweiterung für QGIS war es dann möglich dem Besucher genau die gleiche Ansicht auf die Erstellten Karten zu ermöglichen, wie lokal auf dem Desktop.

Der entscheidende Vorteil lag darin, an einem Projekt durchgehend zu arbeiten.
Anschließend muss dann lediglich noch die Karte Aktualisiert werden.

Somit können dann interessierte Besucher ebenfalls den Fortschritt des Projektes sehen.

Diese Karte ist so angelegt, das der Besucher sich über das Menü selbst auswählen kann was er sehen will. Es lassen sich die Gruppen an oder abwählen.

Aber auch der Wechsel der Hintergrund-karte ist über das Menü möglich. So kann der Besucher zwischen Open Street Map, Google Map oder Google Earth wechseln.

Mit dem Klick auf die Symbole öffnet sich ein Info-Fenster in dem man die wichtigsten Daten sehen kann. Soweit verfügbar lassen sich darin auch Fotos platzieren.
Soweit vorhanden gibt es auch Link’s zu weiteren Seiten.

Wiki

Um dann weitere Information unterzubringen erschien diese Karte nicht als optimale Plattform.
Somit reifte dann der Plan ein geeignetes Nachschlagewerk zu schaffen. An dieser Stelle fiel die Entscheidung für das Wiki. Welches jetzt natürlich mit Leben gefüllt werden muß. Das wird ein weiter Weg sein, Jedoch durch die dem Wiki eigene Möglichkeit, das jeder zum Gelingen beitragen kann indem er sich aktiv an der Gestaltung der Inhalte beteiligt. Dies lässt wiederum hoffen, das daraus ein Gemeinschaftswerk wird, welches für viele Interessant sein dürfte.

Symbiose der Vorteile aller EinzelMöglichkeiten

Es wird der Ansatz verfolgt, für den Besucher eine Verbindung zwischen allen Plattformen herzustellen. Wobei jede einzelne ihre eigenen Vorteile hat. Das Ziel soll sein, durch Verknüpfungen, dem Besucher gefunden Informationen möglichst kompakt zu vermitteln.

auf der Seite 2, der alte Beitrag (vor der langen Pause) zum Nachlesen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*